Essen & Trinken | Initiativen, Akteure & Mittel

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Berlin ist keineswegs nur Currywurst und Döner https://blubini.de/. Die Stadt ist zum Epizentrum einer verborgenen Revolution aufgestiegen, bei der Gentechnologie, Lebensmitteltechnik und Braukunst am gemeinsamen Tisch sitzen. Wer durch Kreuzberg, Prenzlauer Berg oder Wedding spaziert, trifft auf Initiativen, in denen Mikroben Eiweiße konstruieren und Hefevarianten das Aromabild eines Bieres bestimmen, bevor der Sud den Gärkeller verlässt. Ich beobachte diese Szene seit Jahren und möchte hier die interessantesten Projekte, die führenden Köpfe und die wesentlichen Ressourcen vorstellen, die das Berliner Food-Ökosystem ausmachen. Es geht nicht um reine Labortheorie und auch nicht um pure Hightech-Spielerei. Mich interessiert, was tatsächlich auf den Tellern ankommt und wie Gastronomie und Forschung gemeinsam die Genusskultur der Hauptstadt umkrempeln.

Testküchen und gastronomische Inkubatoren: An denen Musterprodukte serviert werden

Ein zentraler Erfolgsfaktor in Berlin stellen dar die vielen physischen Orte, an denen Lebensmittelbiotechnologie auf den Teller gelangt. Das Markthallen-Konzept Neun ist mehr als die traditionelle Markthalle, als die sie sich ausgibt. Beim Street Food Thursday testen regelmäßig kleine Projekte ihre fermentierten Soßen, Pilzprotein-Burger bzw. lupinenbasierte Joghurts bei einem unvoreingenommenen Publikum. Ich habe wiederholt beobachtet, wie Gäste hier nicht allein konsumieren, sondern direkt Feedback zu Textur und Geschmack geben. Die Entwickler nehmen das direkt in die nächste Iteration mit. Diese einfache Testumgebung steht für langwierige Marktforschung und erlaubt eine agile Produktentwicklung, die ich als vorbildlich für kulinarische Innovation betrachte.

Außerdem entstehen eigene Food-Labs und Coworking-Küchen, die ähnlich einem Inkubator funktionieren. Sie bieten Edelstahlflächen, Kombidämpfer und darüber hinaus Grundausstattungen wie pH-Meter, Inkubatoren und Vakuumiermaschinen, wodurch Fermentationschargen unter kontrollierten Umständen reifen können. Einige dieser Einrichtungen stellen auch Lagerflächen in angeschlossenen Delis und Verträge mit lokalen Lieferdiensten bereit, sodass ein Prototyp binnen weniger Wochen zu einem marktreifen Produkt werden kann. Ich empfehle jedem, der in Berlin ernsthaft in die Lebensmitteltechnologie einsteigen will, die Mitgliedschafts- und Nutzungsbedingungen dieser Küchen genau anzusehen. Die Standorte ändern sich, aber das Prinzip des geteilten Zugangs zu professioneller Infrastruktur bleibt beständig.

Darüber hinaus entstehen dedizierte Food-Labs und Coworking-Küchen, die als Inkubator fungieren. Sie bieten Edelstahlflächen, Kombidämpfer und darüber hinaus Grundausstattungen wie pH-Meter, Inkubatoren und Vakuumiermaschinen, damit Fermentationschargen unter kontrollierten Bedingungen reifen können. Manche dieser Einrichtungen stellen auch Regalflächen in angeschlossenen Delis oder Verträge mit lokalen Lieferdiensten zur Verfügung, wodurch ein Prototyp binnen weniger Wochen zu einem marktreifen Produkt werden kann. Ich empfehle jedem, der in Berlin ernsthaft mit Lebensmitteltechnologie beginnen will, sich die Nutzungsbedingungen dieser Küchen genau anzusehen. Die Standorte ändern sich, aber das Konzept des geteilten Zugangs zu professioneller Infrastruktur bleibt konstant.

Zudem entstehen dedizierte Food-Labs und Coworking-Küchen, die als Inkubator dienen. Sie bieten Edelstahlflächen, Kombidämpfer und außerdem Grundausstattungen wie pH-Meter, Inkubatoren und Vakuumiermaschinen, sodass Fermentationschargen unter kontrollierten Bedingungen reifen können. Manche dieser Einrichtungen stellen auch Regalflächen in angeschlossenen Delis oder Verträge mit lokalen Lieferdiensten zur Verfügung, so dass ein Prototyp binnen weniger Wochen zu einem marktreifen Produkt werden kann. Ich empfehle jedem, der in Berlin ernsthaft in die Lebensmitteltechnologie sich engagieren möchte, sich die Mitgliedschafts- und Nutzungsbedingungen dieser Küchen genau anzusehen. Die Standorte wechseln, aber das Konzept des geteilten Zugangs zu professioneller Infrastruktur bleibt konstant.

Darüber hinaus entstehen dedizierte Food-Labs und Coworking-Küchen, die als Inkubator agieren. Sie verfügen über Edelstahlflächen, Kombidämpfer und darüber hinaus Grundausstattungen wie pH-Meter, Inkubatoren und Vakuumiermaschinen, damit Fermentationschargen unter kontrollierten Bedingungen reifen können. Manche dieser Einrichtungen stellen auch Regalflächen in angeschlossenen Delis oder Verträge mit lokalen Lieferdiensten zur Verfügung, wodurch ein Prototyp innerhalb weniger Wochen zu einem marktreifen Produkt werden kann. Ich empfehle jedem, der in Berlin ernsthaft in die Lebensmitteltechnologie einsteigen will, sich die Mitgliedschafts- und Nutzungsbedingungen dieser Küchen genau anzuschauen. Die Standorte ändern sich, aber das Prinzip des geteilten Zugangs zu professioneller Infrastruktur ändert sich nicht.

Darüber hinaus entstehen spezialisierte Food-Labs und Coworking-Küchen, die wie ein Inkubator arbeiten. Sie bieten Edelstahlflächen, Kombidämpfer und zusätzlich Grundausstattungen wie pH-Meter, Inkubatoren und Vakuumiermaschinen, damit Fermentationschargen unter kontrollierten Bedingungen reifen können. Mehrere dieser Einrichtungen stellen auch Regalflächen in angeschlossenen Delis oder Verträge mit lokalen Lieferdiensten zur Verfügung, sodass ein Prototyp in wenigen Wochen zu einem marktreifen Produkt werden kann. Ich lege jedem nahe, der in Berlin wirklich in die Lebensmitteltechnologie einsteigen will, sich die Mitgliedschafts- und Nutzungsbedingungen dieser Küchen sorgfältig zu prüfen. Die Standorte ändern sich, aber das Prinzip des geteilten Zugangs zu professioneller Infrastruktur ist beständig.

Zudem entstehen dedizierte Food-Labs und Coworking-Küchen, die ähnlich einem Inkubator funktionieren. Sie stellen bereit Edelstahlflächen, Kombidämpfer und darüber hinaus Grundausstattungen wie pH-Meter, Inkubatoren und Vakuumiermaschinen, sodass Fermentationschargen unter kontrollierten Bedingungen reifen können. Mehrere dieser Einrichtungen stellen auch Regalflächen in angeschlossenen Delis oder Verträge mit lokalen Lieferdiensten zur Verfügung, so dass ein Prototyp binnen weniger Wochen zu einem marktreifen Produkt werden kann. Ich rate jedem, der in Berlin ernsthaft in die Lebensmitteltechnologie einsteigen will, sich die Mitgliedschafts- und Nutzungsbedingungen dieser Küchen genau anzusehen. Die Adressen ändern sich, aber das Konzept des geteilten Zugangs zu professioneller Infrastruktur bleibt konstant.

Darüber hinaus entstehen dedizierte Food-Labs und Coworking-Küchen, die wie ein Brutkasten für Ideen wirken. Sie bieten Edelstahlflächen, Kombidämpfer und außerdem Grundausstattungen wie pH-Meter, Inkubatoren und Vakuumiermaschinen, damit Fermentationschargen unter kontrollierten Bedingungen reifen können. Teile dieser Einrichtungen stellen auch Regalflächen in angeschlossenen Delis oder Verträge mit lokalen Lieferdiensten zur Verfügung, sodass ein Prototyp innerhalb weniger Wochen zu einem marktreifen Produkt werden kann. Ich rate jedem, der in Berlin ernsthaft in die Lebensmitteltechnologie einsteigen will, sich die Mitgliedschafts- und Nutzungsbedingungen dieser Küchen genau anzusehen. Die Adressen wechseln, aber das Prinzip des geteilten Zugangs zu professioneller Infrastruktur bleibt konstant.

Quellen für Macher: Forschungseinrichtungen, Fördermittel und offene Türen

Menschen, die eigene Ideen für ein biotechnologisch inspiriertes Foodprojekt realisieren möchte, findet in Berlin eine Infrastruktur, die ich als vorbildlich niedrigschwellig betrachte. Öffentliche Zuschussprogramme des Landes Berlin, etwa über Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie, fördern ausdrücklich Initiativen an der Schnittstelle von Biotechnologie und Ernährung. EU-geförderte Acceleratoren wie EIT Food gewähren Finanzmittel und ergänzend Mentoring durch erfahrene Lebensmitteltechnologen zur Verfügung. Wer in diesem Förderdschungel orientieren möchte, soll die amtlichen Anlaufstellen konsultieren und einen Antragsskizze mit deutlichem Mehrwert für die Beteiligten und einer tragfähigen Realisierungsplanung ausarbeiten. Die Konkurrenz um die Fördertöpfe ist vorhanden, aber die Quote erfolgreicher Abschlüsse ist überzeugend.

Ergänzend zu finanziellen Unterstützungen gibt es eine Handvoll halböffentlicher Labore, in denen Interessierte Personen gegen Bezahlung an Bioreaktoren im Laborformat tätig sein können. Diese Institutionen sind oft an die großen Hochschulen angebunden, stellen jedoch auch Zugang für externe Nutzer, die nachweislich ein ernstzunehmendes Projekt betreiben. Ich habe beobachtet, wie ein Seiteneinsteiger mit einem Biochemiker zusammentraf und innerhalb von drei Monaten einen innovativen Fermenter aus Second-Hand-Brauereitanks baute. Die Resultate haben sie danach in einem gemeinsamen temporären Restaurant serviert. Eben dieses Improvisationstalent, kombiniert mit Zugangsmöglichkeit zu teurer Analytik, beflügelt die unkonventionellen Innovationen, die Berlin international sichtbar machen.

Exakte Braukunst und das Vermächtnis der Berliner Weiße

Die Berliner Braugeschichte ist vielschichtig, und die Berliner Weiße war als erfrischendes Aushängeschild. Heute erlebt die Brautechnologie durch moderne Biotechnologie eine Wiederbelebung, die ich bei Besuchen in den Laboren der Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei (VLB) immer wieder unmittelbar erleben kann. Dort prüft man Hefestämme nicht nur auf Gärprozesse, sondern auch auf ihre Kompetenz, bestimmte Ester und Phenole zu erzeugen, die das Aroma in Richtung hin zu tropischer Früchte oder floraler Noten verschieben. Dabei kommen Biere ohne künstliche Aromen, die Aromaprofile bieten, die noch vor wenigen Jahren undenkbar waren.

Gleichzeitig haben sich Handwerksbrauer und Lebensmitteltechnologen in Berlin zusammengeschlossen, um veraltete Stile wie die Berliner Weiße mit modernen Methoden neu zu entwickeln. Ich habe eine kleine Brauerei in Lichtenberg angesehen, die mit einer eigens gewonnenen Laktobazillen-Kultur agiert, um die typische Säure ohne Nebengeschmäcker zu erreichen. Gleichzeitig setzen sie ein Online-Trübungsmessgerät ein, das die Hefeaktivität in Echtzeit überwacht und so den Gärprozess exakt kontrolliert. Solche Projekte zeigen, wie tief die Biotechnologie bereits in die handwerkliche Getränkeproduktion vorgedrungen ist. Für Gastwirte wird es zunehmend wichtig, die Bioanalyse-Daten hinter einem Bier zu begreifen, um ihren Gästen nicht nur eine Geschmacksbeschreibung, sondern eine solide Produktgeschichte mitzugeben.

Köpfe und Netzwerke und Netzwerke: Die Persönlichkeiten hinter der Berliner Food-Tech-Szene

Was dieses Ökosystem ausmacht, sind die Personen, die ihre Expertise aus ganz diversen Disziplinen beisteuern. Ich begegne immer wieder promovierte Molekularbiologinnen, die über Jahre an Bakterien geforscht haben und nun ihr Erfahrung auf Sauerteigkulturen übertragen, oder auf Bierbrauer, die ein Studium der Bioinformatik abgeschlossen haben und jetzt Hefegenomdaten auswerten, um den idealen Gärverlauf vorauszusagen. Diese fächerübergreifenden Biografien sind ein Kennzeichen Berlins und kommen nicht von ungefähr: Die Stadt lockt Talente an, die gezielt die Grenze zwischen Labor und Küche überwinden wollen. In meinen Diskussionen wird wiederholt offensichtlich, dass hier selten jemand eine Berufslaufbahn anstrebt, die sich auf eine einzige Branche einschränkt. Stattdessen bilden sich Rollen, die es vor fünf Jahren noch gar nicht gab.

Die Vernetzung funktioniert über regelmäßige Meet-ups, Pitch-Abende und informelle Stammtische, bei denen ich eine bemerkenswerte Offenheit für Kooperation erlebe. Anders als in vielen investorengetriebenen Szenen werden Rezepturen, Isolat-Quellen und Prozessparameter bereitwillig geteilt, weil die Akteure wissen, dass der Markt groß genug ist und kollektives Lernen die ganze Branche voranbringt. Ich empfehle jedem, der neu nach Berlin kommt, sich bei Gruppen wie dem Food Tech Meetup Berlin oder den Veranstaltungen der Berlin Food Week zu engagieren. Über diese informellen Kanäle fließt Wissen. Und sie öffnen Türen zu günstigen Laborflächen und ersten Testmärkten.

Gegorene Zukunft: Neuartige Proteine aus Prenzlauer Berg und darüber hinaus

Das Thema neuartige Proteine ist in Berlin längst aus der Nische herausgetreten. Startups wie Mushlabs einsetzen das Myzel von Speisepilzen, um in Bioreaktoren proteinhaltige, faserige Strukturen zu kultivieren, die in der Pfanne ein fleischartiges Mundgefühl erzeugen. Formo wiederum arbeitet an tierfreien Milchproteinen, indem es Mikroorganismen das Gen für Casein und Molkenproteine einschleust und sie in großen Fermentern züchtet. Mich begeistert die Geschwindigkeit, mit der diese Unternehmen ihre Prototypen in die Berliner Gastronomie bringen. Permanent sehe ich, wie ein kleines Bistro in Mitte ein neues Produkt als Testgericht präsentiert, bevor es überhaupt eine breite Marktzulassung vorliegt.

Für die Gastronomie handelt es sich nicht nur um eine Erweiterung des vegetarischen und veganen Angebots. Sie muss sich mit völlig neuen Zutatenprofilen befassen. Ein auf molekularer Ebene festgelegtes Protein gart sich in der Pfanne anders als ein pflanzliches Patty aus Erbsen oder Soja. Ich habe beobachtet, wie Köche in Workshops lernen, mit den fermentierten Matrizen zu hantieren, die beim Erhitzen eine braune Kruste formen und Saft absorbieren, ohne dass Bindemittel erforderlich wären. Diese Materialien verlangen eine neue Küchentechnik, die in Berlin bereits mehrere Schulungsküchen vermitteln. Der Austausch zwischen Produktentwicklern und der Gastronomie ist hier enger als in jeder anderen europäischen Stadt, die ich erlebt habe.

Die verborgene Revolution: Biotechnologie auf dem Teller

Wenn ich mit Gästen in einem Restaurant verweile, das mit fermentierten Pasten oder einem Pilzmyzel-Steak hantiert, ist vielen nicht klar, dass sie gerade ein biotechnologisches Produkt verzehren. Enzyme, die Textur geben, oder Mikroalgen als natürliche Farbstoffe sind längst Teil hochwertiger Küchen. Berlin wurde zum Hotspot, weil die Stadt eine außergewöhnliche Dichte an Lebensmitteltechnologie-Startups, Brauerei-Laboren und öffentlichen Forschungseinrichtungen besitzt, die ihr Wissen bewusst mit der Gastronomie austauschen. Anders als in traditionellen Industrieregionen ist die Hemmschwelle gering: Eine Biotechnologin aus Adlershof prüft ihren Prototypen abends in einer Kreuzberger Pop-up-Küche und bewirkt, dass das Feedback am nächsten Morgen direkt in die nächste Fermentationsrunde eingeht.

Die unsichtbare Revolution liegt vor allem dadurch, dass immer mehr Prozesse aus der industriellen Biotechnologie im kleinen, handwerklichen Maßstab ankommen. Präzisionsfermentation, bei der Mikroorganismen gezielt einzelne Proteine oder Aromastoffe produzieren, war vor zehn Jahren noch Großkonzernen vorbehalten. Heute existieren kompakte Bioreaktoren in Berliner Hinterhof-Laboren, und Köchinnen experimentieren mit Koji-Schimmelpilzen oder Tempeh-Kulturen, die sie selbst selektieren. Ich betrachte darin eine Demokratisierung von Lebensmitteltechnologie, die unseren Speiseplan grundlegend verändern wird, ohne dass wir vertraute Geschmacksbilder aufgeben müssen. Genau das Zusammenspiel von traditionellem Handwerk und molekularer Präzision gestaltet das Feld so ergiebig und kulinarisch packend.

Ausblick 2030: So verändert Biotechnologie die Berliner Gastronomie

Wenn ich die derzeitigen Entwicklungen hochrechne, wird sich die Berliner Restaurantlandschaft in den nächsten Jahren grundlegend wandeln. Ich gehe fest davon aus, dass eine wachsende Zahl an Betrieben eine eigene Fermentationsstation betreiben wird, in der Saucen, Grundbrühen oder sogar Proteinkomponenten direkt vor Ort aus regionalen Substraten erzeugt werden. Mikrobrauereien beschreiben ihr Bier dann nicht länger nur über Malz und Hopfen, sondern über die Stoffwechselleistung einzelner Hefestämme, die sie selbst gewonnen und beschrieben haben. Das Wissen um enzymatische Prozesse wird ebenso ganz normal zur Kochausbildung zählen wie das Filetieren eines Fisches.

Für den Gast bringt das eine bislang ungekannte Transparenz und Individualisierung. Ich kann mir ausmalen, dass Restaurants künftig „TechCards“ bereitstellen, die die mikrobielle Herkunft der Aromen erklären, und dass einige Gerichte sogar auf die persönliche Darmmikrobiota angepasst werden, ein Feld, das in Berlin bereits in ersten Projekten erforscht wird. Die Abgrenzung zwischen Fine Dining, Biergarten und Foodlabor wird weiter verschwimmen, was ich nicht als Bedrohung, sondern als enorme Bereicherung empfinde. Die Projekte, Menschen und Ressourcen, die ich in diesem Artikel umrissen habe, bilden das Fundament einer Entwicklung, die nicht weniger als eine biotechnologische Neudefinition des Genusses darstellt.

Die Berliner Food- und Dingszene besteht vom konkreten Machen, nicht von abstrakten Visionen. Wer die biotechnologische Dimension verstehen und für sich nutzen will, sollte heute damit anfangen, die hier genannten Testküchen, Labore und Netzwerke persönlich zu besuchen. Nur im direkten Austausch mit den Menschen, die an Fermentern arbeiten und Geschmacksprofile entschlüsseln, offenbart sich das wahre Potenzial dieser Bewegung. Mein dringender Rat ist: Probieren Sie die Prototypen, fragen Sie nach und scheuen Sie sich nicht, selbst mit einer simplen Kombucha-Kultur in dieses Universum hineinzugehen. Der Teller der Zukunft wird anders wirken, und nirgendwo kann man ihm näher kommen als jetzt in Berlin.

Regelwerk und Verbraucherskepsis: Was Gastronomen jetzt wissen sollten

So sehr ich die Aufbruchstimmung schätze, muss ich klar die rechtlichen Richtlinien nennen, die jedes Projekt im Bereich innovativer Lebensmittel beachten muss. Die EU-Verordnung über neuartige Lebensmittel (Novel Food) verlangt für viele biotechnologische Produkte eine Zulassung ein, die mit erheblichen Sicherheitsprüfungen durch die EFSA verbunden ist. Das trifft insbesondere Zutaten, die durch Fermentationstechnik gewonnen werden oder aus Zellkulturen stammen. In Deutschland ist das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) die zentrale Kontaktstelle, und ich empfehle dazu, sich frühzeitig über den Status eines Produkts informieren zu lassen, bevor man in die Gastronomie startet. Ein vermeintlicher „Test“ in einem Restaurant ohne rechtliche Prüfung kann schnell zu Beanstandungen und Glaubwürdigkeitsverlust führen.

Außerdem prägt die Verbrauchersicht die Marktverbreitung mindestens so stark wie juristische Auflagen. In Berlin ist die Bereitschaft für Innovationen bei Lebensmitteln traditionell hoch, aber Ausdrücke wie „geneditierte Mikroorganismen“ oder „tierfreies Casein“ rufen bei Teilen der Verbraucher Skepsis wach. Gastronomen, die solche Produkte nutzen, müssen sensorisch begeistern und gleichzeitig eine transparente, verständliche Kommunikation bereitstellen. Ich lege nahe, die Herstellungsweise ohne Beschönigung, aber auch ohne unnötige Technizismen zu darzulegen und den Kunden jederzeit die Wahl zu überlassen. Wer eine offene Kommunikationskultur praktiziert, erhält Vertrauen. Und er macht die Gäste zu Mitwirkenden einer neuen Esskultur.

Know-how-Transfer: Aus dem Labor in die Küche – Berliner Forschungslabore

Die wissenschaftliche Fundament für viele der erwähnten Projekte liegt direkt in der Stadt. An der Technischen Universität Berlin laufen am Institut für Lebensmitteltechnologie und Lebensmittelchemie Forschungsarbeiten, die sich mit der Verbesserung von Fermentationsprozessen für pflanzliche Rohstoffe befassen. Ich habe mir dort den Technikum-Maßstab betrachtet. Studierende erlernen nicht nur Theorie, sondern hantieren mit Hochdruckhomogenisatoren und Membranfiltrationsanlagen, die auch in der Lebensmittelindustrie gebrauchlich sind. Diese enge Verknüpfung von akademischer Ausbildung und angewandter Forschung erklärt, warum viele Absolvent*innen direkt nach dem Studium eigene Food-Gründungen beginnen und keine langen Einarbeitungsphasen in der Großindustrie absolvieren müssen.

Auch außerhalb der Universität existieren bedeutende Einrichtungen. Das Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) in Großbeeren erforscht, wie sich der Sekundärmetabolitgehalt von Pflanzen durch Lichtspektren und Nährlösungen beeinflussen lässt, ein Verständnis, das urbane Farms in Berlin-Mitte einsetzen, um Kräuter und Blattgemüse mit gezielt erhöhten Gehalten an sekundären Pflanzenstoffen für die Spitzengastronomie zu erzeugen. Die Forschungsergebnisse münden oft direkt in Pilotprojekte mit Restaurants ein, etwa wenn ein Sternekoch wissen will, wie er den Bitterstoffgehalt seiner eigenen Salate verändern kann. Ich betrachte diese Übersetzungsleistung für das Rückgrat der Berliner Foodszene, denn sie verwandelt Labordaten in konkret nutzbare Empfehlungen für kleine Gewerbebetriebe.

Auch außerhalb der Universität gibt es bedeutende Einrichtungen. Das Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) in Großbeeren untersucht, wie sich der Sekundärmetabolitgehalt von Pflanzen durch Lichtspektren und Nährlösungen steuern lässt, ein Know-how, das urbane Farms in Berlin-Mitte nutzen, um Kräuter und Blattgemüse mit gezielt erhöhten Gehalten an sekundären Pflanzenstoffen für die Spitzengastronomie zu herstellen. Die Forschungsergebnisse gehen oft direkt in Pilotprojekte mit Restaurants ein, etwa wenn ein Sternekoch erfahren möchte, wie er den Bitterstoffgehalt seiner eigenen Salate anpassen kann. Ich erachte diese Übersetzungsleistung für das Herzstück der Berliner Foodszene, denn sie verwandelt Labordaten in konkret nutzbare Handlungsanweisungen für kleine Gewerbebetriebe.

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